In der Schweiz leben mittlerweile mehrere Tausend Krebsüberlebende, die in ihrer Kindheit oder Jugend erkrankt sind [1]. Viele von ihnen entwickeln Jahre oder Jahrzehnte nach Therapieabschluss chronische Gesundheitsprobleme, und sie haben eine erhöhte Mortalität verglichen mit Gleichaltrigen [2–4]. Ursache sind die intensiven kinderonkologischen Therapien wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Tumorchirurgie, deren Auswirkungen, abhängig von der spezifischen erhaltenen Therapie, alle Organsysteme betreffen können. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten unter anderem hormonelle, neurologische, pulmonale oder psychosoziale Spätfolgen auf.