In dieser Ausgabe resümieren Carola Huber und Thomas Rosemann [1] einen Artikel, den sie im Januar in der Fachzeitschrift Clinical Therapeutics [2] veröffentlicht hatten und der sich mit der medikamentösen Adhärenz nach einem Herzinfarkt befasst. Der Artikel ist bemerkenswert und interessant. Bemerkenswert, da es sich um eine recht ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen einer Krankenkasse und einem Institut für Hausarztmedizin handelt, und interessant, weil die Autoren aufzeigen, dass nicht einmal 5% der Patienten nach einem Infarkt regelmässig alle 5 empfohlenen Medikamente einnehmen – d.h. die duale Thrombo­zytenaggregationshemmung, ­einen Lipidsenker, einen Angiotensin-Converting-Enzymhemmer oder einen Angiotensin-Rezeptor­blocker und einen Betablocker. Bei nur drei verschriebenen Medikamenten liegt die Anzahl jener, die den Vorgaben Folge leisten, bei etwa 7%.