Die Frau des Aspergers kommt schon seit einigen Sitzungen zu mir in Behandlung. Ein gewisses Vertrauen mir gegenüber besteht, wie ich glaube, denn ich als Therapeutin mute ihr nicht zu viel zu: Als Therapieziel hat sie sich eine neue Tasche von ihrem Mann kaufen lassen, eine Louis Vuitton, aber ich merke sofort, dass etwas vorgefallen ist. Als brave depressiv-strukturierte Frau muss sie sich zuerst entschuldigen, sich Vorwürfe machen, usw. und ich darf weder sagen: «veniamo al sodo / Kommen wir zur Sache» noch gähnen.