WMA Statement on Sex Selection Abortion and Female Foeticide

Adopted by the 53rd WMA General Assembly, Washington, DC, USA, October 2002,
reaffirmed by the 191st WMA Council Session, Prague, Czech Republic, April 2012
and revised by the 70th WMA General Assembly, Tbilisi, Georgia, October 2019
The WMA is gravely concerned that female foeticide and sex selection abortion is commonly practiced in certain countries.
The WMA denounces female foeticide and sex selection abortion as a totally unacceptable example form of gender discrimination.
The WMA holds that sex selection abortion for reasons of gender preference is discriminatory, where it is solely due to parental preference and where there are no health implications for the foetus or the woman.
The World Medical Association calls on National Medical Associations:
– To denounce the practice of female foeticide and the use of sex selection abortion for gender preference and;
– To advise their governments accordingly.
Von Natur aus werden mehr Knaben als Mädchen geboren, nämlich 106 Knaben auf 100 Mädchen. In Ländern wie Indien, Vietnam, Armenien und China ist jedoch durch geschlechtsspezifische Abtreibungen die Anzahl der Knaben auf bis zu 115 pro 100 Mädchen ­gestiegen. So fehlen Indien zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis über 50 Millionen Mädchen und Frauen, in den wohlhabenden Bundesstaaten stehen 1000 Knabengeburten sogar nur 860 Mädchen-
geburten gegenüber. In weiteren asiatischen Ländern sind die Unterschiede ebenfalls gross, Spitzenreiter ist mit Abstand China. Weltweit gäbe es ohne die gezielte Abtreibung weiblicher Föten 100 Millionen Frauen mehr als dies aktuell der Fall ist. In den betroffenen Gesellschaften werden einmal geborene Mädchen häufig auch weniger gut versorgt als Buben: Die Ernährung ist dürftiger, die Hygiene schlechter und der Beizug von professioneller Hilfe bei gesundheitlichen Problemen unterbleibt häufiger. Gleichzeitig sind die Bildungschancen von Mädchen geringer und sie werden öfter schon in sehr jungen Jahren einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt, weshalb die Sterblichkeitsrate der Mädchen markant höher ist als diejenige der Knaben.