Im März 2017 beschlossen die medizinischen Fakultäten der Schweiz die Einführung von PROFILES (Principal Relevant Objectives and a Framework for Integrative Learning and Education in Switzerland). Eine der zentralen sieben Rollen, die Ärztinnen und Ärzte demnach einzunehmen haben, ist die des «Health ­Advocate». Sie sollen «Anwälte der Gesundheit» sein. Dies betrifft sowohl auf der individuellen Ebene das gesundheitsfördernde Verhalten als auch auf öffentlicher Ebene die gesundheitsfördernden Verhältnisse und Bedingungen. Dass bezüglich Verhältnisse in der Schweiz noch grosser Handlungsbedarf besteht, ist Thema der diesjährigen Swiss Public Health Conference «Kinder- und Jugendgesundheit» in Winterthur. Medizin darf sich nicht auf eine politische Ideologie verkürzen lassen. Das Manifest für Kinder- und Jugendgesundheit wird von der FMH und mehreren medizinischen Fachgesellschaften mitgetragen. Die Schweiz hat die Kinderrechtskonvention 1997 ratifiziert. Während Organisationen wie MSF im Sinne dieser Konvention handeln, verstossen gleichzeitig in der Schweiz domizilierte ausländische Konzerne gegen ebendiese.