Im September war Nicolas Peyraud für «Ärzte ohne Grenzen» im westafrikanischen Niger. «Im Vergleich zur Schweiz ist es eine völlig andere Art zu arbeiten. Ständig geschieht etwas Neues und jeder Tag ist anders. Die Aufgaben sind extrem vielseitig. Eine Routine entwickelt sich kaum», sagt Peyraud. Ausserdem sind die Behandlungsmöglichkeiten beschränkt und die Arbeit im Team äusserst wichtig. Als leitender Pädiater war es seine Aufgabe, die Qualität der medizinischen Versorgung zu beurteilen, wobei er unter anderem auf der Kinderstation des Bezirksspitals von Magaria tätig war. «Wir hatten während der Malaria-Hochsaison pro Woche bis zu 890 Kinder unter fünf Jahren hospitalisiert. Viele litten unter schwerer Mangelernährung und Infektionskrankheiten wie Malaria», so Peyraud. Das Spital in Magaria ist die einzige Gesundheitsversorgung in einer Region, in der über 700 000 Menschen leben.