Seit Marie Heim-Vögtlin vor etwa 150 Jahren als erste Schweizerin an der Universität Zürich ein Medizinstudium abschloss und 1874 eine Praxis eröffnete [1], haben sich die Geschlechteranteile in der Medizin fundamental gewandelt. Im Jahr 1950 stellten Frauen 12 Prozent der Gesamtärzteschaft – ein Anteil, der bis 1960 gar nicht und auch anschliessend nur langsam wuchs, bis er im Jahr 1980 bei etwa 18 Prozent und 1990 bei 22 Prozent lag. Seither hat sich der Anteil knapp verdoppelt. Die Ärztestatistik des Jahres 2018 zeigt, dass aktuell von 37 525 in der Schweiz berufstätigen Ärztinnen und Ärzten 15 982 und damit 43 Prozent Frauen sind [2].