Nicht nur die Anzahl Betten, sondern auch das Vorhandensein von qualifiziertem ­Personal für die Betreuung der Kranken ist während der Pandemie ausschlaggebend und macht ein hochstehendes Gesundheitswesen aus.

Fallpauschalen: Basis für einen Preis- und Qualitätswettbewerb

Das Fallpauschalen-System, wie der Name bereits andeutet, geht von der Annahme aus, dass in einem regulären Spitalbetrieb Patienten behandelt und auch pro stationären Fall einzeln abgerechnet werden. Der Umsatz orientiert sich somit an der Anzahl behandelter Patientinnen. Die Möglichkeiten, kostendeckend zu ­arbeiten oder einen Gewinn zu erzielen, orientieren sich grundsätzlich ebenfalls an diesem «Patienten-Umsatz». Für das Spital noch wichtiger ist es, spezialisierte und qualitativ gute Leistungen zu konkurrenzfähigen Kosten und einem entsprechend gerechtfertigten Preis anbieten zu können. Diese Rechtfertigung des Preises ist notwendig, damit die Allgemeinheit als Steuer- und Prämienzahler nicht durch zu teure, mangelhafte oder nicht notwendige Leistungen belastet wird. Wie Firmen in anderen Wirtschaftszweigen sind Spitäler Einrichtungen, welche untereinander im Wettbewerb stehen, wenn es in den Tarifverhandlungen um angemessene und faire Preise gehen soll. Sie stehen idealerweise auch in einem Qualitätswettbewerb um Patientinnen, zugunsten der Patienten, Konsumentinnen bzw. Versicherten.