Geht dem elektronischen Patientendossier (EPD) noch vor dem Start die Luft aus? Mitte Juli konnte den Medien entnommen werden, dass die Axsana AG ihren angeschlossenen Spitälern Rechnungen von mehreren Zehntausend bis Hunderttausend Franken stellte, obschon ihr Produkt die vom Gesetz vorgeschriebenen Anforderungen noch nicht erfüllt. Laut dem Bund könnte Axsana bald das Geld ausgehen [1]. Seit April sollte das EPD in der ganzen Schweiz funktionieren. Doch die Einführung verzögert sich, insbesondere aufgrund der komplexen Zertifizierungsverfahren der (Stamm-)Gemeinschaften, welche schliesslich das EPD betreiben werden. Ungeachtet der zuletzt kritischen Berichterstattungen geht eHealth Suisse davon aus, dass das EPD im Frühjahr 2021 in einer ersten Version existieren wird [2].