Mindestens einmal im Jahr – anlässlich der Verkündung der Prämienentwicklung – stehen die Prämien für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) zuverlässig im Fokus der medialen Aufmerk­samkeit. Die Diskussion des Themas ist dabei vielfach geprägt von Aussagen, die Anlass zur Sorge geben, wenn nicht sogar alarmieren. Einige dieser Aussagen von politischen Parteien, Behörden und anderen Akteuren erweisen sich jedoch als kaum haltbar, wenn man sie anhand der verfügbaren Daten überprüft [1]. Leider findet sich übersichtlich aufbereitetes Zahlenmaterial über die OKP-Prämienzahlungen der Schweizer Wohnbevölkerung, das eine nüchterne Analyse erlaubt, eher selten. Als Beitrag zu einer differenzierten Diskussion über die Belastung der Schweizer Haushalte durch OKP-Prämien haben wir darum einige Zahlen aus der aktuellsten Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) aufbereitet.