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Aktuell ist ein Mangel an Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern für die Ausbildung von Medizinischen Praxisassistentinnen und -assistenten EFZ (MPA EFZ) feststellbar. Dies hängt auch mit der Fachrichtung und der Anzahl Ärztinnen und Ärzte in der Praxis zusammen. Eine Steuerung in komplexen Systemen, die nicht zu leisten vermag, was sie verspricht, verursacht Wellenbewegungen zwischen Mangel und Überangebot. Eine Steuerung funktioniert insbesondere dann nicht, wenn sie auf einer schlechten Datengrundlage basiert und diese Daten aufgrund fehlender praktischer Erfahrung im System und an der Front falsch interpretiert werden. Staatliche Regulation bei der Zulassung ist vergleichbar mit einem Medikament, in dessen Wirkung grosse Erwartungen gesetzt werden, bei dem sich aber nach fünf bis zehn Jahren zeigt, dass negative Nebenwirkungen die Wirkung egalisieren. Korrekturmassnahmen können infolge der langen, jedoch notwendigen Aus- und Weiterbildungsdauer erst nach zehn bis zwölf Jahren greifen. Diese Wellen werden sich in den nächsten fünf bis sieben Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der ärztlichen Versorgung aufbauen und sich auf die Ausbildung von MPA EFZ auswirken. Muss sich die Medizin an praxisferne Gesetze anpassen, hat dies folgende Konsequenzen: Patientinnen und Patienten sowie deren Bedürfnisse stehen nicht mehr im Zentrum und die Gesundheitsversorgung wird ineffizienter.