Die Ausstellung behandelt zwei grosse Themenbereiche: die Anthropologie und die Archäobotanik. Knochenfunde und anthropologische Untersuchungen zeigen beispielhaft, an welchen Krankheiten und Verletzungen Menschen früher litten. Im Boden erhalten sich menschliche Knochen unter guten Bedingungen Jahrtausende. Sie erlauben Rückschlüsse auf Alter, ­Geschlecht und Körperbau einer verstorbenen Person. Mangelernährung, Krankheiten, und sogar Behandlungsmethoden oder ­Verletzungen wie Knochenbrüche oder Schwerthiebe hinterlassen Spuren an den Knochen [1]. Ergebnisse verschiedener archäobotanischer Forschungen dokumen­tieren, wie Heilpflanzen auf archäologischen Ausgrabungen nachgewiesen werden sowie deren Nutzung von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit [2]. Für die Erhaltung von Pflanzenresten und Parasiten sind nur wenige Bedingungen ideal. In feuchtem Milieu und unter Luftabschluss haben sich die gezeigten Funde aus den Seeufersiedlungen erhalten.