Luca prahlt auf dem Schulhof: «Ich bin der Grösste.» Und er tut dies so aufdringlich, bis sich die Klasse von ihm abwendet: «Luca spinnt.» Silvie hingegen macht wenig Aufhebens um sich selbst, tut einfach das, was sie gut kann. Mehr und mehr scharen sich die Kinder um sie: «Silvie ist toll.» Bald ist Silvie der Star der Schule. Diese kommunikativen Effekte nennt der emeritierte Professor für Kommunikation, Ottfried Jarren, «Selbstreferenz» beziehungsweise «Fremdreferenz». Und wie die Beispiele Luca und Silvie zeigen, erzeugt nur Fremdreferenz Glaubwürdigkeit.