Mit der Pflegeinitiative haben sich die Pflegefachkräfte in der Schweiz Gehör verschafft: Ihre Arbeitsbedingungen mit Schicht- und Wochenenddienst sind anspruchsvoll und kräftezehrend. Die Pandemie hat das noch verstärkt. Fehlt es dann auch noch an Personal, werden die Bedingungen für viele untragbar. «Die Situation verschärft sich. Es braucht zwingend Sofortmassnahmen, um diesen Notfall zu lösen», sagt Yvonne Ribi, Geschäftsführerin des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Ihre Aussagen basieren auf Zahlen des Schweizer Jobradars. Waren es Ende des letzten Jahres noch 12 300 unbesetzte Stellen in Pflegeberufen, so sind es sechs Monate später bereits 14 517. Bei den diplomierten Pflegefachpersonen, die sehr eng mit der Ärzteschaft zusammenarbeiten, waren es Ende 2021 rund 6300. Nach weiteren rund sechs Monaten sind es bereits 7453.