Im Kanton Appenzell Ausserrhoden verzeichnete im Juli 1918 allein die Gemeinde Herisau über 500 zivile Grippefälle, zu denen in der Kaserne noch weitere 206 grippekranke Soldaten und Offiziere kamen. Die Behörden entschieden deswegen, die Sommerschulferien zu verlängern, und untersagten die sonntäglichen Gottesdienste, sonstige religiöse Versammlungen, grössere Vereinsversammlungen, Personenansammlungen und sämtliche Konzertveranstaltungen. In der Folge gingen die Ansteckungen zurück, und die Einschränkungen konnten teilweise gelockert werden.