Er war einer der wichtigsten Wegbereiter der Schweizer Drogenpolitik: Der Name Ambros Uchtenhagen ist eng verknüpft mit Bildern der offenen Drogenszene auf dem Platzspitz in Zürich. Mit der Not, die Drogenabhängige in Zürich und in der ganzen Schweiz in den 1980er Jahren betraf. «Ambros wusste, dass eine neue Vision nötig war: Drogenabhängige sind nicht Kriminelle, sondern suchtkranke Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Und es ist ihm gelungen, das der Bevölkerung zu erklären.» So fasst Thomas Zeltner eine der zentralsten Leistungen von Ambros Uchtenhagen zusammen. Zeltner traf 1991 als frisch gewählter Leiter des Bundesamts für Gesundheit erstmals mit Uchtenhagen zusammen: «Ambros hat von uns den Auftrag bekommen, einen Forschungsplan für die heroingestützte Behandlung von Suchtkranken aufzusetzen.»