Die Situation, in der sich die Weltpolitik aktuell befindet, macht es schwierig, über Dinge zu schreiben, die angesichts der angespannten Lage zwangsläufig zur Nebensache werden. Und dennoch müssen wir uns weiterhin, selbst wenn es gerade nicht angemessen erscheint, auch mit dem gesundheitspolitischen Tagesgeschehen beschäftigen. In den vergangenen Wochen beschäftigte sich die Tagespresse wiederholt kritisch mit der Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD). Man konnte beispielsweise lesen, dass das BAG die Digitalisierung verschlafen habe. Kollege Felix Huber konstatierte kürzlich in den Medien prominent, dass das EPD aus seiner Sicht einen Neustart benötige. Diese Kritik zeigt, dass es enorm wichtig ist, dass wir Ärztinnen und Ärzte uns jeweils frühzeitig mit den verschiedenen angedachten digitalen Lösungen auseinandersetzen und nicht erst dann, wenn jegliche Möglichkeit der Einsprache und Mitgestaltung faktisch verpasst ist.