Das elektronische Patientendossier (EPD) kommt in der Schweiz kaum vom Fleck. Die Versprechungen, mit dem EPD die Qualität der medizinischen Behandlung zu stärken, die Behandlungsprozesse zu verbessern, mehr Patientensicherheit und ein effizienteres Gesundheitssystem mit höherer Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten zu schaffen, hat sich bisher nur in engen Grenzen erfüllt. Rund 1,1 Promille von Frau und Herrn Schweizer ist im Besitz eines EPD, und die Nachfrage ist nach wie vor gering. Mühsam ist ausserdem der Patientenzugang zum EPD, und weil kein eigentlicher Business-Case seitens der EPD-Anbieter, der Stammgemeinschaften, vorhanden ist, stehen diese vor finanziellen Herausforderungen. Gleichwohl hält man beim Bund an den Versprechungen des EPD fest. Es soll dazu beitragen, die Qualität der medizinischen Behandlung zu stärken, Behandlungsprozesse zu verbessern, Patientensicherheit auszubauen, die Effizienz des Gesundheitssystems zu steigern sowie die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten zu fördern. Doch der Weg scheint noch lang zu sein, bis die mit dem EPD einhergehende Digitalisierung ihre Dynamik im Gesundheitswesen, besonders aber im Praxisalltag entfalten kann.