Ein patientenorientiertes Gesundheitssystem liefert bessere Ergebnisse – das klingt selbstverständlich. Seit dem 19. Jahrhundert beobachtet man jedoch in der modernen Medizin eine zunehmende Asymmetrie. Der Autorität der Fachperson steht eine vermeintlich passive Patientenschaft ohne wissenschaftliche Kenntnisse gegenüber. Ob bei Konsultationen, Verschreibungen oder Behandlungen – die Asymmetrie hat sich so etabliert, dass sie kaum hinterfragt wird.