Die meisten Menschen, die an einer COVID-Infektion erkranken, erholen sich vollständig, manche aber nicht. Zwar existiert noch keine universelle Definition für Long COVID – die WHO hat aber in einem Konsensus-Statement [1] im Oktober 2021 versucht, eine Vereinheitlichung der Definitionen zu erzielen: «Long Covid tritt [...] in der Regel drei Monate nach Ausbruch von COVID mit Symptomen auf, die mindestens zwei Monate anhalten und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden können.» Die Liste der Symptome ist lang: Zu den häufigsten zählen Müdigkeit (58%), Kopfschmerzen (44%), Konzentrationsdefizite (27%), Haarausfall (25%) und Atemnot (24%) [2]. PD Dr. med. Dominique Braun, Oberarzt in der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene im Universitätsspital Zürich (USZ), führt aus, dass im Vergleich zu anderen Erkrankungen kein Biomarker zur Diagnose der Krankheit bestehe, was die Diagnose umso schwieriger mache.