Fachpersonen im Gesundheitswesen haben häufig die Aufgabe, Empfehlungen abzugeben, wie Betroffene sich verhalten sollten. Das reicht von der Medikamenteneinnahme über die Anregung, sich mehr zu bewegen, bis zu der dringlichen Bitte, nach dem gerade noch erfolgreich entfernten Plattenepithelkarzinom in der Mundhöhle mit dem Rauchen aufzuhören. Die Methoden, Non-Adherence zu bestimmen, sind unterschiedlich zuverlässig. Aber insgesamt lässt sich sicher sagen, dass Therapietreue ein eher seltenes Gut ist. Bei COPD und Asthma liegt der Prozentsatz adhärenter Patientinnen und Patienten bei etwa 30% [1]. Die Folgen? Fehlende Therapietreue bei chronischer Herzinsuffizienz ist zum Beispiel mit erhöhter Letalität und höheren Kosten vergesellschaftet [2]. Die Lösung? Für die Onkologie hat sich gezeigt, dass Adhärenz eng mit professioneller Kommunikation zusammenhängt [3].