Home Treatment zur Krisenintervention für akute psychische Erkrankungen wird von deutschsprachigen und internationalen Versorgungsleitlinien [1, 2] aufgrund überzeugender wissenschaftlicher Evidenz zur Implementierung in allen Versorgungsregionen empfohlen. Home Treatment kann bei mindestens gleicher Wirksamkeit stationäre Behandlungen verkürzen oder ersetzen, führt zu weniger Behandlungsabbrüchen, höherer Zufriedenheit bei Patienten und Angehörigen sowie geringeren Behandlungskosten [3]. Während in anderen europäischen Ländern mobile aufsuchende, intermediäre psychiatrische Behandlungsangebote bereits seit vielen Jahren etabliert sind und entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsgrundlagen bestehen, ist eine Implementierung in der Schweiz bis heute nur im Rahmen von regionalen Modellprojekten möglich.