Im internationalen Vergleich mit 17 Ländern, findet man die Schweiz auf Rang 14 (Digital-Health-Index der Bertelsmann Stiftung) [1]. Auch in andere Studien von Deloitte [2] oder «digitalswitzerland» [3] sieht der Digitalisierungsgrad im Schweizer Gesundheitswesen nicht besser aus. Mit der Pandemie ist es jedoch allen in der Schweiz klar geworden: Das Gesundheitswesen der Schweiz muss in der Digitalisierung agiler werden und sich deutlich schneller bewegen. Andere Branchen wie der Einzelhandel, die Reise- oder Versicherungsbranche sind diesbezüglich viel weiter vorangeschritten. In diesen Branchen sind digitale Plattformen und Ökosysteme seit Jahren sehr gut etabliert. Das Geschäft wurde dadurch für alle Beteiligten mit durchgehend digitalen Arbeitsabläufen massiv vereinfacht und stark beschleunigt - viele Fehlerquellen menschlicher Arbeitsschritte wurden eliminiert. Warum trifft man die Schweiz bei den renommierten internationalen Vergleichen im Digital-Health-Index des Gesundheitswesens immer auf den hinteren Plätzen an? Liegt es daran, dass wir sehr stark subsidiär und föderalistisch aufgestellt sind? Liegt es an unserer direkten Demokratie, verbunden mit der Gefahr von Referenden mit Veto-Potential, welche am Schluss immer zu einem schweizerischen Kompromiss führen?