Die Spitäler in der Schweiz stehen vor enormen Herausforderungen, bedingt durch ein sich rasch verändernden Pflegebedarf, einen Mangel an Gesundheitspersonal und den anhaltenden wirtschaftlichen Druck auf das Gesundheitssystem. Aus Sicht der Schweizer Notfalldienste ist die Situation aufgrund der zahlreichen Herausforderungen – immer mehr Einsätze, qualifizierter Personalbestand am kritischen Limit, unzureichende Ressourcen und saturierte Spitallast – unhaltbar geworden, und das System wurde durch die COVID-19-bedingte Krise im Gesundheitswesen hart getroffen, wie aus zahlreichen Publikationen im Detail zu entnehmen ist [1–3]. Die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) und die Association Latine de Médecine d’Urgence (ALAMU) schlugen Alarm und wandten sich zu Jahresbeginn mit einem Schreiben an die zuständige Leitung und Direktion der Krankenhaus- und Gesundheitsdienste [4].