Der medizinische Fortschritt und die steigende Lebenserwartung haben zu einer Zunahme der allgemeinen Prävalenz onkologischer Erkrankungen geführt. Während der Kampf ums Überleben fortwährend geführt wird, rückt die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten in den Vordergrund. Der Begriff der Psychoonkologie bezeichnet einen interdisziplinären, patientenzentrierten Behandlungs- und Forschungsansatz von psychosozialen Aspekten in Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation einer Krebserkrankung, sowie zur Umsetzung der entsprechenden Kenntnisse in der Versorgung und der Betreuung der Betroffenen und ihren Angehörigen. Aber auch sozioökonomisch fungiert sie als gesundheitspolitische Verankerung, damit psychoonkologische Dienstleistungen von Kostenträgern anerkannt werden [1]. Eine Analyse zeigt, dass 20 bis 70% der Patientinnen mit Brustkrebs psychosoziale Unterstützung benötigen [2]. Etwa ein Drittel der Patientinnen mit Brustkrebs leidet unter Angstsymptomen und depressiven Zuständen [3].