Mehrfach schon wurde auch in der Schweizerischen Ärztezeitung über die Notwendigkeit der gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making, SDM) von Fachpersonen und Patientinnen und Patienten berichtet [1]. Immer wieder wird festgestellt, dass SDM seltener praktiziert als gefordert wird [2]. Tatsächlich müssen nicht alle Entscheidungen gemeinsam und unter Einbeziehung der Werte und Präferenzen von Patientinnen und Patienten getroffen werden. Holzer und Biller-Andorno [3] grenzen den Anwendungsbereich von SDM auf Situationen ein, in denen mehr als eine Behandlungsoption besteht und die Behandlungspräferenzen der betroffenen Person unklar sind.