Die Reduktion der Arbeitszeiten ist eine Notwendigkeit

Zunächst einmal freut es mich zu lesen, dass es Herrn Fey nicht geschadet hat, zeit seines Lebens «60 bis 80 Stunden pro Woche» gearbeitet zu haben. Offensichtlich ist es ihm gelungen, trotz dieses hohen Pensums ein erfülltes und glückliches Privatleben zu führen. Die Zeiten haben sich aber geändert. Es ging mir in meinem Beitrag nicht einfach darum, mehr Zeit für die «eigenen Bedürfnisse» der Ärzteschaft zu fordern. Nein, ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ein Umdenken unabdingbar ist. Die heutige Generation lebt nicht mehr das Einverdiener-Modell, das in der Schweiz lange üblich war. Der neue Standard ist, dass in einer Partnerschaft oder Familie beide Partnerinnen respektive Partner berufstätig sind. Allfällige Kinderbetreuungsaufgaben wollen, sollen und müssen entsprechend geteilt werden. Mit einer 80-Stunden-Woche ist ein partnerschaftliches, gleichberechtigtes und glückliches Familienleben nicht möglich.