Man sagt, dass die in den 1980er und 1990er Jahren geborene Generation der sogenannten Millennials eine Generation für sich ist, deren gemeinsame Werte auf starken Überzeugungen beruhen und oft im Widerspruch zur heutigen Gesellschaft stehen. Die Normen der Vergangenheit werden so über den Haufen geworfen. Das Gesellschaftsmodell dieser Generation beruht auf der Work-Life-Balance, bei der Arbeit nicht mehr als zentraler Wert des Lebens angesehen wird. Stattdessen bemüht man sich, Privat- und Berufsleben in Einklang zu bringen. Das hat zur Folge, dass ein höherer Anteil dieser Berufstätigen in Teilzeit arbeitet. Dies wiederum bedeutet, dass die Arbeitsbedingungen neu überdacht und angepasst werden müssen. Auch die zunehmende Feminisierung unseres Berufsfelds mit den damit einhergehenden Auswirkungen unterstreicht den Wunsch nach einer Gesellschaft mit mehr Gleichberechtigung bei der Verteilung von Aufgaben und Berufschancen und die Notwendigkeit, die Gewichtungen an das Weltbild der Millennials anzupassen. Diese wünschen sich ein Arbeitsumfeld, das nicht mehr auf pyramidenförmigen Hierarchien, sondern auf Teamarbeit in effizienten und kooperativen Gruppen basiert. Diese Generation erwartet organisatorische Veränderungen, um berufliche Flexibilität zu gewährleisten und neue Ideen umzusetzen, aber auch konstruktives Feedback und die Bereitschaft, sich immer wieder zu hinterfragen.