Kürzlich wurde ein «Stimmungsbericht» auf der Website der Faculté de biologie et de médecine1 von Lausanne veröffentlicht. Darin stellte sich der Dekan der Fakultät, Professor Jean-Daniel Tissot, die Frage, ob die Entwicklungen in der Ausbildung der Medizinstudierenden wirklich gewinnbringend sei: «Präsenzlehre, Fernunterricht, Lernziele, Evaluationen, Lernkontrollen: Welchen Sinn hat das? Wo führt uns das hin?» Er stellte auch die Notwendigkeit in Frage, Inhalte wie Wirtschaft, Forschungsethik, Anthropologie, Datenmanagement, Globalisierung zu lehren. Die Fragen sind berechtigt, und die vom Dekan geäusserten Zweifel werden wahrscheinlich von vielen Lehrpersonen geteilt. In diesem Artikel sollen der aktuelle Stand und die zukünftige Entwicklung des ärztlichen Berufs reflektiert und die Möglichkeiten der Fakultäten, die Studierenden darauf vorzubereiten, abgeleitet werden. Kurz, der Sinn der Veränderungen im Medizinstudium soll deutlich werden.