Manche Dinge scheinen auf der Hand zu liegen. So schien es mir bis vor kurzem evident, dass die ungleiche Verteilung der Geschlechter auf die medizinischen Fachdisziplinen in erster Linie unterschiedliche Interessen widerspiegelt. Warum sonst sollten in Bereichen wie der Hausarztmedizin und der Pädiatrie die Kolleginnen proportional oder sogar stark überproportional vertreten sein – in operativen Fächern hingegen unterrepräsentiert?