Niemals zuvor standen uns umfassendere Daten und Quellen zur Verfügung. Dadurch ergeben sich für die Gesundheitswissenschaften ganz neue Möglichkeiten. Die Auswertung von biochemischen und genetischen Daten, Diagnosen und Therapien sowie Informationen über Aktivitäten und Lebensstile erlauben uns, Diagnostik, Therapie und Prävention noch zielgerichteter zu entwickeln, um einerseits personalisierte Vorsorge und Behandlungen anbieten zu können und andererseits auf Bevölkerungsebene präventiv wirksame Massnahmen zu ergreifen. Derlei personalisierte Daten lassen sich wiederum mit einer Vielzahl von anderen Informationen verbinden, z.B. über Luftschadstoffe oder das Klima, und können wichtige neue Erkenntnisse liefern. So konnten Forschende in der Schweiz zum Beispiel nachweisen, dass die Luftbelastung am Wohnort einen Einfluss auf Diabetes-Erkrankungen hat. Voraussetzung dafür sind ein geregelter Zugang zu Daten sowie ein gemeinsames Verständnis von der Gesundheit der Bevölkerung.