Was nützt die Kolonoskopie dem Patienten?

Kurz-Zusammenfassung

Wird Darmkrebs erst aufgrund von Beschwerden gefunden, ist er oft bereits in einem fortgeschrittenen Stadium und die Überlebenschancen reduziert. Die Behandlung ist dann mit Operationen, Chemotherapien und Bestrahlung für die Patienten sehr belastend und zudem sehr kostenintensiv.
Darmspiegelungen im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen können Darmkrebs mehrheitlich im Frühstadium entdecken und die Heilungschancen verbessern. Nicht selten ist sogar eine sofortige endoskopische Entfernung möglich. Zudem verhindert die Abtragung der Vorstufen oft sogar die Entstehung von Krebs und macht zusätzliche Behandlungen überflüssig. Voraussetzung einer solchen effektiven und kostensparenden Vorsorge ist eine hochstehende Qualität der Kolonoskopie: Eine hohe Entdeckungsrate von Krebsvorstufen setzt exzellente Instrumente und eine extrem sorgfältige Untersuchung des Darms bei genügend langsamer Rückzugzeit voraus. Diese Qualitätsstandards gilt es auch gegen Sparbemühungen zu verteidigen, da verpasste Adenome und eine Zunahme an Darmkrebs die Patienten, aber auch alle andere Versicherten teurer zu stehen kämen.
Herr ZA, 69-jährig, beschwerdefrei, ohne familiäre Belastung, kam kürzlich zur vorsorglichen Darmspiegelung. Dabei wurde ein mehrere Zentimeter grosses Geschwulst, ein Adenom, kurz vor dem After und mehrere Adenome im übrigen Dickdarm gefunden und bei der Spiegelung entfernt. Wäre Herr ZA erst beim Auftreten von Beschwerden gekommen, wie dies vor wenigen Jahren nicht anders möglich war, hätte er operiert werden müssen, hätte einen künstlichen Darmausgang bekommen und wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit später am Darmkrebs gestorben.