Die rasanten Fortschritte an der Schnittstelle der modernen Biomedizin und der Informatik bringen zurzeit eine enorme Menge an gesundheitsbezogenen Daten mit sich. Angesichts des Umfangs und der Komplexität dieser Daten sowie der immer besseren Möglichkeiten, diese zu analysieren, werden sie mitunter auch schon als «Big Data» oder genauer als «Biomedizinische Big Data» bezeichnet. Damit verbunden ist die Erwartung riesiger medizinischer Fortschritte: Die Daten sollen nämlich dazu beitragen, dass Menschen ihren Gesundheitsstatus besser verstehen und auch besser mit Krankheiten umgehen können; gesundheitliche Probleme sollen früher erkannt und die Behandlungen auf die Besonderheiten des einzelnen Patienten angepasst werden. Darüber hinaus könnten Behandlungsergebnisse verbessert, Kosten und Ineffizienz verringert werden. Auch medizinische Entdeckungen und die Entwicklung von Medikamenten sollen sich damit vorantreiben und beschleunigen lassen.