Das nukleare Säbelrasseln ist gleichermassen unüberhörbar wie auch überaus beunruhigend. Nordkoreanische Provokationen loten die amerikanischen und ­internationalen Toleranzgrenzen aus, Nordkoreas ­Regime und der US-Präsident üben sich in gefährlicher und unverhohlener Kriegsrhetorik, Pakistan und Indien stehen sich unverändert feindlich und zu ­einem regionalen atomaren Waffengang bestens gerüstet ­gegenüber, und die Reduktion der Atom­waffen­bestände der letzten Jahre wird durch die teure ­Modernisierung des Waffenarsenals mehr als nur wettgemacht [1, 2]. Es stellt sich die bange Frage, welches Ereignis diese tödliche Maschinerie in Gang setzen könnte. Ist es menschliches Versagen bei der Handhabung dieser Waffensysteme [3] oder ist es ein politischer Konflikt, der das labile Gleichgewicht der nuklearen Abschreckung unvermittelt kippen lässt?