Gemäss der «Work Force Studie 2015» [1] stellen über 60 Prozent der heute tätigen Hausärztinnen und Hausärzte in den nächsten zehn Jahren ihre Praxistätigkeit altershalber ein. Basierend auf Schätzungen des Schweizerischen Gesundheitsobservato­riums ist damit zu rechnen, dass ohne entsprechende Massnahmen im Jahr 2030 bis zu 40 Prozent der Konsultationen in der ambulanten Grundversorgung nicht mehr abgedeckt werden könnten [2]. Der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, dass auch im stationären Bereich in den nächsten Jahren viele erfahrene Chef- und Kaderärztinnen und -ärzte in Pension gehen werden und deshalb ein Mangel an akademisch tätigen Allgemeininternis­ten/-innen besteht. Ehemals begehrte Chefarztpositionen können oft nur noch mit Mühe besetzt werden.