Der vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) beauftragte Expertenbericht «Kostendämpfungsmassnahmen zur Entlastung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung» [1] hatte insbesondere zum Ziel, Modelle zur Steuerung und Budgetierung medizinischer Leistungen in Deutschland und den Niederlanden analysieren zu lassen [2]. Die hierfür ausgewählten und durch ein Sekretariat des Bundesamts für Gesundheit (BAG) unterstützten Fachpersonen übergaben dem Vorsteher des EDI auftragsgemäss Ende August 2017 ihren 131-seitigen Bericht nach sechs Sitzungen. Die darin enthaltenen 38 Massnahmen decken sich teilweise mit den von der FMH befürworteten Ansätzen zur Kostendämpfung[3]. Einzelne der Massnahmen lehnt die FMH jedoch ab, vor allem die vorgeschlagene «verbindliche Zielvorgabe für das OKP-Wachstum» [1]. Die so umschriebene Einführung eines Globalbudgets würde Ärztinnen und Ärzte zwingen, die Patientenversorgung neu primär an politischen Kostenvorgaben statt an medizinischen Kriterien auszurichten.