Im Rahmen des Programmes Medizin und Gesellschaft (Medical Humanities) der Universität Freiburg führen die Studierenden der Medizin im 3. Jahr alljährlich eine obligatorische Schreibübung durch: Nach einem 4-tägigen Praktikum bei einem Allgemeinmediziner verfassen sie einen detaillierten Bericht über eine Begegnung mit einem Patienten, der intensiv auf sie gewirkt hat. Der verfasste Text muss dabei bestimmte formale Kriterien bezüglich inhaltlicher Kohärenz der Darstellung, des Gesamtaufbaus oder auch der Relevanz der ausgewählten Informationen erfüllen. Auf diesen Text folgen dann einige Zeilen, in denen die beschriebene Situation noch einmal aufgenommen wird, diesmal aber in der Kurzform des medizinischen Berichtes: Der Kontrast zwischen beiden Schreibformen muss klar ersichtlich sein. Der Joseph und Marie-Anne Piller Preis zeichnet jeweils den besten französischsprachigen und deutschsprachigen Text aus.