Gequälte Versuchstiere und Menschen, die bei medizinischen Studien gesundheitliche Risiken eingehen: Ist das bald nicht mehr nötig? Organoide wecken grosse Hoffnungen. Diese 3D-Zellkulturen sind aus Stammzellen im Labor entwickelte Mini-Kopien realer Organe. Sie sollen dazu dienen, diverse Erkrankungen wie etwa Autismus, Alzheimer oder Parkinson besser zu erforschen. Auch will man damit Medikamente entwickeln sowie individuelle Therapien bestimmen und ihre allfälligen Nebenwirkungen erkennen. Analog dazu arbeitet die Krebsforschung mit Tumoroiden. Fast jede Universität der Schweiz hat inzwischen entsprechende Forschungsgruppen und Labors. Zu den Pionieren auf den Gebieten der Organoiden beziehungsweise Tumoroiden gehören Matthias Lütolf von der ETH Lausanne und Chantal Pauli vom Universitätsspital Zürich. Sie haben noch viel Arbeit vor sich, sind aber zuversichtlich, dass sich in Zukunft fast alle Krankheiten in Organoiden modellieren lassen. Lesen Sie die Coverstory von Adrian Ritter ab Seite 12.