Was meinen Sie? Kann Künstliche Intelligenz (KI) einen Beitrag leisten, um Probleme im Gesundheitswesen anzugehen? Michael Krauthammer, Professor für Medizininformatik, sagt im Gespräch mit Adrian Ritter ab Seite 12: «Sie kann Gesundheitsfachpersonen von Routinetätigkeiten entlasten und damit dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Arbeitszufriedenheit verbessern.» Und nicht nur das. Er ergänzt, KI könne dazu beitragen, die Qualität in der Medizin zu steigern, durch effizientere Prozesse die Gesundheitskosten zu senken und Innovationen zu ermöglichen – etwa bei der Entwicklung neuer Medikamente. Er weist auf KI-Anwendungen hin, die es bereits gibt und auf solche, die gerade im Entstehen sind. Und seiner Einschätzung nach könnten Algorithmen eigene Definitionen von Gesundheit und Krankheit entwickeln. Allerdings sagt er auch: «So wie der Mensch nicht perfekt ist, wird wohl auch die Künstliche Intelligenz nie perfekt sein.»