Die Behandlung mit Cisplatin-basierter Chemotherapie (ChT) wird sowohl in lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem UC (la/mUC), als auch im perioperativen Setting angewendet [1, 2]. Jedoch kommt etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit la/mUC nicht für Cisplatin infrage, weshalb in diesem Fall das besser verträgliche Carboplatin eingesetzt wird [3]. Obwohl Carboplatin bei der Behandlung von la/mUC an Wichtigkeit zugenommen hat, wird Cisplatin im perioperativen Setting aufgrund seiner guten Wirkung noch immer bevorzugt [4, 5]. Als Erstlinien-Erhaltungstherapie nach Ansprechen auf eine initiale platinbasierte ChT wird der Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI) Avelumab eingesetzt, um den Therapieerfolg längerfristig beizubehalten [4]. Für die Erstlinientherapie bei Platin-ungeeigneten Patientinnen und Patienten wurden ebenfalls ICIs untersucht, diese sind in der Schweiz aber nicht zugelassen [6]. ICIs richten sich gegen PD-L1, welcher von Tumorzellen dazu genutzt wird, sich dem Immunsystem zu entziehen [7]. Der PD-L1-Status des UC korreliert nur bedingt mit der Wirksamkeit der Immuntherapie und es gibt widersprüchliche Ergeb-nisse, die die Voraussagen über das Ansprechen von UC-Patienten anhand des PD-L1-Status erschweren [7].