Der Artikel zu sexuellen Belästigungen in den Spitälern auf Seite 16 hat mich betroffen gemacht. Im Jahr 2018 gaben 60% der Medizinstudentinnen der Universität Lausanne in einer Umfrage an, dass sie anzügliche Handlungen oder doppeldeutige Bemerkungen mitbekommen haben, 36% hatten sie sogar persönlich erlebt. Das Phänomen ist also weit verbreitet. Die verzeichneten Handlungen reichen von unanständigen Witzen über unerwünschte Berührungen bis hin zu Vergewaltigungsversuchen und Einladungen, eine Nacht zusammen zu verbringen. Umso wichtiger war es für mich auch zu lesen, dass in der Zwischenzeit an verschiedenen Institutionen Sensibilisierungs- und Präventionsmassnahmen eingeführt wurden. Hoffen wir, dass der Artikel das Bewusstsein für das Problem noch weiter schärft.