Im Jahr 2022 betraf die sommerliche Hitzewelle in fast 90% der Fälle zuerst die über 65-Jährigen. Doch auch die städtische Bevölkerung ist besonders stark von der Hitze betroffen, vor allem in den Kantonen Genf, Waadt, Basel-Stadt und Zürich. Dies geht aus einer diesen Sommer erschienenen Studie hervor, die unter der Leitung der Epidemiologin Ana Maria Vicedo-Cabrera vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern und dem Institut für Sozial und Präventivmedizin durchgeführt wurde [1]. Die Forschenden warnen davor, dass Hitzewellen in den nächsten Jahrzehnten zunehmen werden. Zum gleichen Ergebnis kamen bereits andere wissenschaftliche Studien, die sich auf die Sterblichkeitsraten im Hitzesommer 2022 stützen. Dieser hatte in Europa etwa 70 000 zusätzliche Todesfälle verursacht.