Dass es bei neuroradiologischen Interventionen zu Fehlern kommt, die oft kritischer Natur sind und somit auch fatale Folgen haben können, ist unausweichlich. Welche Konsequenzen jedoch aus Fehlern gezogen werden sollen, ist oft schwierig einzuschätzen. Die nachträgliche Evaluierung bedarf Transparenz und Vertrauen, die ein Akzeptieren der eigenen Fehlbarkeit voraussetzt. Fehler haben jedoch sehr unterschiedlich Ursachen. Daher ist es sowohl für die neurointerventionellen Einheiten als auch für die einzelnen Ärzte wichtig, dass die Arten der Fehler logisch definiert werden. Nur dann ist es möglich, effektiv Fehlerquellen zu identifizieren und durch Mitigationsstrategien zukünftige Fehler zu vermeiden.