Vom Personalmangel im Gesundheitswesen [1] bis hin zur alternden Weltbevölkerung [2] – die Gesundheitssysteme standen und stehen vor Herausforderungen, die eine Änderung der traditionellen Arbeitsweisen erfordern. Diese Herausforderungen sind in der Radiologie besonders ausgeprägt, da sich die diagnostische Qualität von Bildgebungsscans drastisch verbessert hat, während die Scan-Zeiten gesunken sind. Infolgedessen haben die Menge und die Komplexität der erfassten medizinischen Bildgebungsdaten erheblich zugenommen [3], und es wird erwartet, dass sie weiter zunehmen werden [4]. Zusätzlich wird diese Problematik durch einen erheblichen weltweiten Mangel an Radiologinnen und Radiologen erschwert [5]. Beschäftigte im Gesundheitswesen, einschliesslich Radiologinnen und Radiologen, haben eine zunehmende Arbeitsbelastung [6, 7], die zu Burnouts und medizinischen Fehlern beiträgt [8]. Da die Radiologie ein wichtiger Leistungserbringer für quasi alle Fachrichtungen ist, hat ein Personalmangel in der Radiologie starke Auswirkungen, die sich auf das gesamte Spital und die Gesellschaft als Ganzes ausweiten können [9, 10]. Mit einer alternden Weltbevölkerung und einer steigenden Prävalenz chronischer Krankheiten dürften diese Probleme in Zukunft eine noch grössere Herausforderung für die Gesundheitssysteme darstellen [11].