Bei der fokalen Therapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms handelt es ich um eine minimalinvasive Behandlung, die im Gegensatz zu den Standardtherapien wie der radikalen Prostatektomie, der perkutanen Strahlentherapie oder der Brachytherapie dem Konzept der Teildrüsenbehandlung folgen. Dies bedeutet, dass nur eine Region der Prostata, die das Karzinom trägt, behandelt wird. Somit werden gezielt einzelne Krebsherde oder mehrere beieinanderliegende Karzinomherde therapiert. Das Ziel ist die Kuration, wobei die Multifokalität und Heterogenität des Prostatakarzinoms eine Herausforderung darstellen. Aus diesem Grund ist die Therapie nur nach einer umfassenden Diagnostik und bei lokal begrenztem Karzinom möglich. Zudem sind nach der Behandlung Kontrollbiopsien, ähnlich wie bei der aktiven Überwachung, notwendig [1].