In der medizinischen Grundversorgung haben etwa 20 bis 40% der Patientinnen und Patienten körperliche Beschwerden ohne klare organische Ursache. Besonders in der hausärztlichen Praxis sind sogenannte funktionelle Störungen (Körpersymptomstörungen) häufig: Sie haben eine Prävalenz von 20 bis 50%. Die Einführung der «somatischen Belastungsstörung» nach ICD-11, die das Vorhandensein eines organischen Krankheitsfaktors nicht mehr ausschliesst, könnte zukünftig zu häufigeren entsprechenden Diagnosestellung führen. Oft sind Patientinnen und Patienten durch die Symptome verunsichert, insbesondere, wenn sich keine klare organische Ursache definieren lässt. Umso wichtiger ist es, die Hintergründe, sowie den entsprechenden Abklärungsprozess transparent und verständlich zu kommunizieren und die Patientin und den Patienten ernst zu nehmen und zu beruhigen.