Wie der dornige Ast auf unseren Balkon kam, ist mir immer noch nicht klar. Kein Familienmitglied will es gewesen sein. Egal – jedenfalls trat ich drauf, als ich ein paar Rüebli aus der Gemüsekiste holen wollte. Autsch. Schnell zog ich meine Socke aus und hielt nach dem Dorn Ausschau. Der war nirgends in Sicht. Danach schmerzte mein Fuss, ich bewegte mich tagelang nur noch hinkend vorwärts. Ein Fall für die Hausärztin? Ach Quatsch, doch nicht wegen eines kleinen (und unsichtbaren!) Splitters, dachte ich. Aber auch wenn ich mich zu beruhigen versuchte – ab und zu drang der Gedanke durch: Was, wenn diese Sache übel ausgeht? Die Katastrophengedanken mögen auch daran gelegen haben, dass wir gerade den Artikel über den Kampf gegen Sepsis vorbereiteten, den Sie hier finden.