Chancengleichheit, einen raschen Zugang zu innovativen Therapien und eine qualitativ hochstehende, bezahlbare Krebsmedizin – das wünschen wir uns alle. Die effektive Bekämpfung von Krebs erfordert jedoch die Koordination der beteiligten Akteure. In vielen Industriestaaten wird dies durch einen nationalen Krebsplan gefördert. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte ihre Mitgliedsstaaten in der Resolution «Cancer prevention and control in the context of an integrated approach» vom Mai 2017 dazu auf, einen Krebsplan zu entwickeln [1]. Deutschland und Frankreich haben bereits nationale Krebspläne implementiert. Zudem investiert die Europäische Union massiv in die koordinierte Bekämpfung von Krebs, um sicherzustellen, dass Krebs bis 2035 nicht mehr die Haupttodesursache in Europa sein wird [2]. Auch in der Schweiz gibt es Stimmen, die die Einführung eines Krebsplans fordern. Dies, nachdem 2020 die «Nationale Strategie gegen Krebs 2014‒2020» (NSK) ausgelaufen ist und nicht erneuert wurde [3]. Doch noch ist der Weg zu einem Krebsplan unklar. Wer soll diesen Plan ausarbeiten? Und wie soll er konkret aussehen?