Lieferengpässe – oder deutlicher: Mangellagen – bei Medikamenten stellen ein wachsendes Problem dar. Die Schwierigkeiten werden durch eine Kombination aus Marktstrategien der Pharmaunternehmen, regulatorischen Herausforderungen und globalen Komplikationen bei den Versorgungsketten verschärft. Enea Martinelli, Chefapotheker der Spitäler FMI AG, hat jüngst in der Schweizerischen Ärztezeitung dargelegt, dass nur dank einer grundlegenden Revision des Heilmittelgesetzes im Jahr 2010 ein totaler Zusammenbruch der Versorgung zehn Jahre später während der Pandemie in der Schweiz ausblieb [1]. In Mangellagen kann eine Anpassung regulatorischer Anforderungen die schnelle Zulassung und den Import von alternativen Medikamenten erleichtern.