1967 übernimmt Walter Irniger die Nachfolge seines Vaters als Dorfarzt im ländlichen Urnäsch, wo er aufgewachsen ist. Seine breite Ausbildung inklusive internistischer Oberarzttätigkeit in den USA befähigen ihn, das grosse Spektrum der ärztlichen Gesundheitsversorgung einer Landbevölkerung zu bewältigen. 20 bis 40 Konsultationen pro Tag plus Hausbesuche sind die Regel, wie auch die ständige Erreichbarkeit, Tag und Nacht und das ganze Jahr hindurch. Zusätzlich hält er in Basel und Zürich Vorträge über Aspekte der Hausarztmedizin – für die Studierenden meist der einzige Einblick in die Realität ausserhalb der fakultären Spezialistenmedizin. Seine Praxis wird so zu einer idealen, wenn auch fordernden Umgebung für viele Medizinstudierende, welche im letzten Studienjahr eine Assistenzzeit oder gar Praxisvertretung in Urnäsch absolvieren können. Diese profitieren von den didaktischen Fähigkeiten von Walter, der das Praktikum klar strukturiert organisiert und viel Verantwortung überträgt. Als einfühlsamer Arzt, genauer Untersucher und belesener Mediziner ist er für viele ein lebenslanges Vorbild.